Immobilien

Inflation bei 2,9 Prozent: Energiepreise erhöhen Kostendruck im Bestand

20. Mai 2026 Immobilien

Die Inflation in Deutschland hat sich im April weiter beschleunigt. Die Teuerungsrate stieg auf 2,9 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar 2024. Bereits im März hatte sie bei 2,7 Prozent gelegen, nach 1,9 Prozent im Februar. Haupttreiber waren deutlich gestiegene Energiepreise infolge des Irankriegs. Besonders stark fiel der Preisanstieg bei Kraftstoffen und Heizöl aus. Energie verteuerte sich insgesamt um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Kraftstoffe lagen um 26,2 Prozent höher, leichtes Heizöl um 55,1 Prozent. Strom, Erdgasweiterlesen

Immobilienfinanzierung: Eigenkapital und strengere Bankprüfungen bremsen Käufer

20. Mai 2026 Immobilien

Die Finanzierungsbedingungen für Immobilienkäufer bleiben angespannt. Nach einer Online-Umfrage von Von Poll Immobilien unter 236 selbständigen Immobilienexperten berichten 49,8 Prozent der Befragten seit den jüngsten geopolitischen Spannungen von einer schwierigeren Finanzierbarkeit. 31,3 Prozent sehen sogar eine deutlich schwierigere Situation. Nur 18,5 Prozent registrieren keine wesentlichen Veränderungen. Als Ursache gelten nicht allein die aktuellen geopolitischen Unsicherheiten rund um den USA-Iran-Konflikt. Sie verstärken vielmehr bestehende Belastungen durch Inflation, Energiepreise, wirtschaftliche Unsicherheit und ein anspruchsvolles Zinsumfeld. Finanzierungen sind weiterhin möglich, werden aber intensiverweiterlesen

E-Auto-Förderung und Ladeinfrastruktur: WEG rücken in den Fokus

20. Mai 2026 Immobilien

Die neue Förderung für E-Autos richtet sich an private Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen. Gefördert werden Neuwagen mit Erstzulassung ab dem 1. Januar 2026. Die Prämie kann für Kauf und Leasing beantragt werden und beträgt je nach Fahrzeugart, Einkommen und Haushaltsgröße bis zu 6.000 Euro. Unternehmen und Gewerbetreibende sind nicht förderberechtigt. Für die Immobilienverwaltung ist diese Entwicklung vor allem deshalb relevant, weil mehr geförderte E-Fahrzeuge den Bedarf an Ladeinfrastruktur in Wohnanlagen erhöhen können. Wohnungseigentümergemeinschaften und Verwaltungen müssen damit Anschlusskapazitäten,weiterlesen

Baugenehmigungen bleiben im Aufwärtstrend

20. Mai 2026 Immobilien

Der Wohnungsbau zeigt bei den Genehmigungen weiter Anzeichen einer Erholung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden von Januar bis März 2026 insgesamt 63.500 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt. Gegenüber dem ersten Quartal 2025 bedeutet das einen Anstieg um 11,5 Prozent. Besonders deutlich fiel das Plus im Geschosswohnungsbau aus. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stieg um 14,0 Prozent. Auch bei Einfamilienhäusern gab es mit 13,7 Prozent wieder einen Zuwachs. Zweifamilienhäuser, die über mehrere Quartale hinweg kaumweiterlesen

Aufstockung im Bestand: Baugrund wird zum Schlüssel für neue Wohnungen

19. Mai 2026 Immobilien

Aufstockungen im Bestand gewinnen für den Wohnungsbau an Bedeutung. Sie nutzen vorhandene Grundstücke, bestehende Infrastruktur und bereits errichtete Gebäude. Damit können zusätzliche Wohnungen entstehen, ohne weitere Flächen zu versiegeln oder Bestandsgebäude vorschnell abzureißen. Gerade angesichts von Wohnraummangel, Klimaschutzanforderungen und knappen Ressourcen wird die Nachverdichtung zu einem strategischen Ansatz. Die Umsetzung ist jedoch technisch anspruchsvoll. Bestandsgebäude wurden oft nach früheren Standards errichtet, Planunterlagen sind nicht immer vollständig vorhanden. Vor einer Aufstockung müssen deshalb Baukörper, Wandstärken, Baustoffe, Tragstruktur, Fundamente und Baugrund sorgfältigweiterlesen

Gebäudereport: Wärmepumpen und Wärmeplanung gewinnen Tempo

19. Mai 2026 Immobilien

Die Wärmewende im Gebäudebestand gewinnt an Dynamik. Das erste Update zum Dena-Gebäudereport 2026 zeigt, dass Eigentümerinnen und Eigentümer stärker auf erneuerbare Wärme setzen und sich damit unabhängiger von Gas- und Ölpreisen machen. Zugleich bleibt der Gebäudesektor bei den Emissionen weiterhin über dem vorgesehenen Zielpfad. Eine Reduktion auf 65 Millionen Tonnen CO₂ bis 2030 wird als möglich beschrieben, setzt aber weitere Fortschritte bei Heizungstausch, Effizienz und Sanierung voraus. Besonders deutlich ist die Entwicklung im Heizungsmarkt. Im Jahr 2025 entfielen 48 Prozentweiterlesen

Baukosten unter Druck: Politik sucht Wege für einfachere Standards

19. Mai 2026 Immobilien

Der Wohnungsbau steht weiter unter massivem Kostendruck. Steigende Preise für Stahl, Beton, Dämmstoffe, Folien und Diesel verteuern Bauprojekte spürbar. Nach Angaben aus der Baupraxis liegen die Baukosten in einzelnen Bereichen bereits drei bis fünf Prozent höher als vor dem Irankrieg. Eine schnelle Entspannung wird nicht erwartet. Bauministerin Verena Hubertz will dieser Entwicklung mit mehreren Maßnahmen begegnen. Im Zentrum steht ein neuer Gebäudetyp E, der einfachere Baustandards ermöglichen soll. Geplant ist ein Vertragsmodell im Bürgerlichen Gesetzbuch, das nicht automatisch auf maximalweiterlesen

Versorgungssicherheit und Gebäudemodernisierungsgesetz: Normenkontrollrat kritisiert Umsetzung

19. Mai 2026 Immobilien

Mit dem Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz soll ein Kapazitätsmarkt geschaffen werden, der ab 2031 gesicherte elektrische Leistung vergütet. Ziel ist es, Stromversorgung auch in Phasen geringer Einspeisung aus Wind und Sonne abzusichern. Dafür sollen neue Anlagen, Bestandsanlagen und weitere Technologien wie steuerbare Lasten an Ausschreibungen teilnehmen können. Der Nationale Normenkontrollrat bewertet den Entwurf kritisch. Besonders beanstandet wird das Verfahren: Die Endfassung wurde dem Gremium am 12. Mai 2026 für eine Kabinettbefassung am 13. Mai 2026 vorgelegt. Aus Sicht des Normenkontrollrats entsprichtweiterlesen

Gebäudemodernisierungsgesetz: VDIV fordert klare Regeln für die Praxis

19. Mai 2026 Immobilien

Der VDIV Deutschland hat zum Referentenentwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes Stellung genommen und deutliche Nachbesserungen angemahnt. Die bis zum 11. Mai 2026 gesetzte Frist von lediglich vier Werktagen sei angesichts der Tragweite des Vorhabens deutlich zu kurz. Der Entwurf betrifft zentrale Fragen von Wärmeversorgung, Gebäudemodernisierung, Solarenergie, Ladeinfrastruktur, Gebäudeautomation, Energieausweisen, Nachweisen, Abrechnung und Kostenverteilung. Der Verband unterstützt das Ziel, Gebäudemodernisierung technologieoffen, rechtssicher und sozial ausgewogen auszugestalten. Zugleich weist er darauf hin, dass Immobilienverwaltungen in der Umsetzung eine zentrale Schnittstellenfunktion übernehmen: zwischen GdWE, vermietendenweiterlesen

Bundestag beschließt Digitalisierung beim Vollzug von Immobilienverträgen

19. Mai 2026 Immobilien

Der Bundestag hat am 7. Mai 2026 das Gesetz zur Digitalisierung des Vollzugs von Immobilienverträgen beschlossen. Ziel ist es, den Austausch von Dokumenten und Daten zwischen Notarinnen und Notaren, Gerichten, Verwaltungsstellen, Gutachterausschüssen und Finanzbehörden stärker zu digitalisieren. Der Vollzug von Immobilienverträgen erfolgt heute in Teilen noch papiergebunden. Gerade die Kommunikation mit Verwaltungsstellen und Behörden verursacht dadurch Medienbrüche, Verzögerungen und zusätzlichen Aufwand. Das Gesetz soll hier schrittweise Abhilfe schaffen. Für den Immobilienmarkt ist das relevant, weil jährlich mehr als eine Millionweiterlesen