Immobilien

Aufstockung im Bestand: Baugrund wird zum Schlüssel für neue Wohnungen

19. Mai 2026 Immobilien

Aufstockungen im Bestand gewinnen für den Wohnungsbau an Bedeutung. Sie nutzen vorhandene Grundstücke, bestehende Infrastruktur und bereits errichtete Gebäude. Damit können zusätzliche Wohnungen entstehen, ohne weitere Flächen zu versiegeln oder Bestandsgebäude vorschnell abzureißen. Gerade angesichts von Wohnraummangel, Klimaschutzanforderungen und knappen Ressourcen wird die Nachverdichtung zu einem strategischen Ansatz. Die Umsetzung ist jedoch technisch anspruchsvoll. Bestandsgebäude wurden oft nach früheren Standards errichtet, Planunterlagen sind nicht immer vollständig vorhanden. Vor einer Aufstockung müssen deshalb Baukörper, Wandstärken, Baustoffe, Tragstruktur, Fundamente und Baugrund sorgfältigweiterlesen

Gebäudereport: Wärmepumpen und Wärmeplanung gewinnen Tempo

19. Mai 2026 Immobilien

Die Wärmewende im Gebäudebestand gewinnt an Dynamik. Das erste Update zum Dena-Gebäudereport 2026 zeigt, dass Eigentümerinnen und Eigentümer stärker auf erneuerbare Wärme setzen und sich damit unabhängiger von Gas- und Ölpreisen machen. Zugleich bleibt der Gebäudesektor bei den Emissionen weiterhin über dem vorgesehenen Zielpfad. Eine Reduktion auf 65 Millionen Tonnen CO₂ bis 2030 wird als möglich beschrieben, setzt aber weitere Fortschritte bei Heizungstausch, Effizienz und Sanierung voraus. Besonders deutlich ist die Entwicklung im Heizungsmarkt. Im Jahr 2025 entfielen 48 Prozentweiterlesen

Baukosten unter Druck: Politik sucht Wege für einfachere Standards

19. Mai 2026 Immobilien

Der Wohnungsbau steht weiter unter massivem Kostendruck. Steigende Preise für Stahl, Beton, Dämmstoffe, Folien und Diesel verteuern Bauprojekte spürbar. Nach Angaben aus der Baupraxis liegen die Baukosten in einzelnen Bereichen bereits drei bis fünf Prozent höher als vor dem Irankrieg. Eine schnelle Entspannung wird nicht erwartet. Bauministerin Verena Hubertz will dieser Entwicklung mit mehreren Maßnahmen begegnen. Im Zentrum steht ein neuer Gebäudetyp E, der einfachere Baustandards ermöglichen soll. Geplant ist ein Vertragsmodell im Bürgerlichen Gesetzbuch, das nicht automatisch auf maximalweiterlesen

Versorgungssicherheit und Gebäudemodernisierungsgesetz: Normenkontrollrat kritisiert Umsetzung

19. Mai 2026 Immobilien

Mit dem Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz soll ein Kapazitätsmarkt geschaffen werden, der ab 2031 gesicherte elektrische Leistung vergütet. Ziel ist es, Stromversorgung auch in Phasen geringer Einspeisung aus Wind und Sonne abzusichern. Dafür sollen neue Anlagen, Bestandsanlagen und weitere Technologien wie steuerbare Lasten an Ausschreibungen teilnehmen können. Der Nationale Normenkontrollrat bewertet den Entwurf kritisch. Besonders beanstandet wird das Verfahren: Die Endfassung wurde dem Gremium am 12. Mai 2026 für eine Kabinettbefassung am 13. Mai 2026 vorgelegt. Aus Sicht des Normenkontrollrats entsprichtweiterlesen

Mietrecht reformiert: Keine Deckelung von Indexmieten, neue Regeln für möbliertes Wohnen

5. Mai 2026 Immobilien

Konkret gilt: Steigt der Verbraucherpreisindex um mehr als 3 Prozent, darf die darüberhinausgehende Erhöhung nur zur Hälfte auf die Miete umgelegt werden. Damit weicht die Koalition von der ursprünglich diskutierten starren Kappung ab. Einen Schwerpunkt setzt der Gesetzentwurf auf möbliertes Wohnen. Um Umgehungen der Mietpreisbremse zu verhindern, wird erstmals eine klare Berechnungsgrundlage für Möblierungszuschläge eingeführt. Vermieter können künftig maximal 1 Prozent des Zeitwerts der Möbel pro Monat ansetzen. Alternativ ist eine Pauschale von 10 Prozent der Nettokaltmiete möglich. Wird derweiterlesen

Energieausweise: EU vereinheitlicht Standards – Umsetzung in Deutschland verzögert sich

5. Mai 2026 Immobilien

Kern der Reform ist eine vereinheitlichte Bewertungsskala. Die bisherige Einteilung von A+ bis H entfällt. Künftig steht die Klasse A ausschließlich für Nullemissionsgebäude, während Klasse G die energetisch schlechtesten 15 Prozent des Gebäudebestands abbildet. Die konkrete Zuordnung erfolgt national, bleibt aber an die EU-Vorgaben gebunden. Zugleich werden die Pflichten ausgeweitet: Ein Energieausweis ist künftig nicht mehr nur bei Verkauf, Neuvermietung oder Verpachtung erforderlich, sondern auch bei der Verlängerung von Mietverträgen sowie bei größeren Renovierungen, etwa wenn mehr als ein Viertelweiterlesen

GMG: Kostenteilung soll kommen, Umsetzung weiter offen

5. Mai 2026 Immobilien

Inhaltlich bestehen weiterhin Differenzen zwischen Union und SPD. Ersten Plänen zufolge soll die bisherige 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen entfallen, stattdessen sollen fossile Heizsysteme zunächst weiter zulässig bleiben und erst ab 2029 schrittweise mit biogenen Anteilen ergänzt werden. Die Regelung, wonach neue Heizungen in bestehenden Gebäuden in Mittel- und Großstädten ab dem 1. Juli zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, wird nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums auf Ende Oktober verschoben werden, mit dem Ziel, dass dieweiterlesen

WEG auf dem Weg zur Klimaneutralität: dena-Video zeigt Erfolgsfaktoren

5. Mai 2026 Immobilien

Der Film bündelt praktische Erfahrungen und zeigt: Klimaneutralität in WEGs ist erreichbar – vorausgesetzt, Zusammenarbeit, fachliche Kompetenz und klare Zielsetzungen greifen ineinander. Damit rückt insbesondere die Rolle der Verwaltung als koordinierende Schnittstelle zwischen Eigentümern, Technik und Umsetzung in den Fokus. Die Videosequenzen entstanden im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung des Sounding Boards, in der zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert wurden. Ziel ist es, konkrete Impulse für die Praxis zu geben und die Umsetzung energetischer Maßnahmen in WEG-Strukturen zu erleichtern. Zum Video:weiterlesen

Mieten steigen weiter – Energieeffizienz prägt zunehmend die Preise

5. Mai 2026 Immobilien

Auffällig ist vor allem die Entwicklung im Umland: Rund um die sieben größten Städte stiegen die Mieten mit 4,2 Prozent noch stärker als in den Kernstädten. Der Trend ist eindeutig: Hohe Preise in den Metropolen treiben Wohnungssuchende ins Umland – und sorgen dort für zusätzlichen Preisdruck. Im Gegensatz dazu entwickeln sich die Kaufpreise deutlich verhaltener. Eigentumswohnungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,5 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser lediglich um 0,7 Prozent. Quartalsweise stagnieren die Preise weitgehend. Ein struktureller Preistreiber gewinnt dabeiweiterlesen

Wunsch nach Wohneigentum bleibt stabil – Eigenkapital größte Hürde

5. Mai 2026 Immobilien

Die Realität sieht jedoch deutlich zurückhaltender aus: Nur 26 Prozent der grundsätzlich Interessierten planen konkret, in absehbarer Zeit eine Immobilie zu erwerben. Hauptgrund sind die hohen Kosten. 55 Prozent der überzeugten Mieter nennen die finanziellen Hürden als zentrales Hindernis. Hinzu kommen Aspekte wie Verantwortung (35 Prozent) und geringere Flexibilität (31 Prozent). Vor allem das notwendige Eigenkapital erweist sich als entscheidender Engpass. Nur noch rund 6 Prozent der jüngeren Mieterhaushalte verfügen über ausreichend finanzielle Mittel, um eine typische Immobilie finanzieren zuweiterlesen