Immobilien

EU-Umweltomnibus: Weniger Berichtspflichten, schnellere Genehmigungen geplant

16. Dezember 2025 Immobilien

Im Rahmen ihrer Simplifizierungsagenda will die EU-Kommission Umweltauflagen teilweise lockern und Verwaltungsverfahren beschleunigen. Vorgesehen sind unter anderem Ausnahmen bei Berichtspflichten, vereinfachte Genehmigungen für Dekarbonisierungsprojekte und gestraffte Verfahren für Energie- und Netzinfrastruktur. Für die Immobilienwirtschaft sind vor allem schnellere Genehmigungsprozesse relevant, etwa beim Stromnetzausbau oder bei Projekten der Energiewende. Gleichzeitig sollen kleinere Unternehmen bei der erweiterten Herstellerverantwortung entlastet werden, indem Pflichten reduziert oder flexibilisiert werden. Unberührt bleiben vorerst zentrale Regelwerke wie das Renaturierungsgesetz. Dennoch signalisiert der Omnibus eine klare politische Stoßrichtung:weiterlesen

KfW-Zuschuss 432: Quartierskonzepte und Sanierungsmanagement mit hoher Förderquote

16. Dezember 2025 Immobilien

Das KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung“ unterstützt Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Quartier und zur Beschleunigung der kommunalen Wärmeplanung. Gefördert werden sowohl die Erstellung integrierter Quartierskonzepte als auch ein mehrjähriges Sanierungsmanagement. Quartierskonzepte analysieren Energieverbräuche, Einsparpotenziale und entwickeln konkrete Maßnahmenpakete einschließlich Kosten, Wirtschaftlichkeit und Zeitplänen. Für das Sanierungsmanagement werden unter anderem Koordination, Akteursvernetzung und Förderberatung unterstützt. Die Förderhöchstbeträge liegen bei bis zu 200.000 Euro für Konzepte und bis zu 400.000 Euro für das Management je Quartier. Kommunen können die Zuschüsse an privateweiterlesen

Glasfaser im Bestand: Branche fordert Kooperation statt Anschlusszwang im Mehrfamilienhaus

16. Dezember 2025 Immobilien

Der Glasfaserausbau in Mehrfamilienhäusern bleibt ein zentrales Handlungsfeld für Immobilienverwaltungen. Laut einer Studie der Nassauischen Heimstätte | Wohnstadt und der TKI mbh strebt die Mehrheit der Wohnungsunternehmen einen flächendeckenden Fiber to the Home (FTTH)-Ausbau bis 2035 an. Über 64 Prozent befinden sich bereits in der Umsetzungsphase, vor allem Neubauten werden konsequent angebunden. Im Bestand zeigen sich jedoch erhebliche Hürden. Fehlende Baukapazitäten, akuter Fachkräftemangel, komplexe Genehmigungsverfahren sowie die anspruchsvolle Inhouse-Verkabelung bremsen Projekte. Hinzu kommen unklare regulatorische Vorgaben. Wirtschaftlich tragfähig sind ausweiterlesen

Gasnetze werden zum Kostentreiber: Netzentgelte könnten bis 2045 auf 4.300 Euro steigen

16. Dezember 2025 Immobilien

Die Netzkosten für Gasanschlüsse stehen vor einem strukturellen Anstieg. Im kommenden Jahr sollen die Netzgebühren zunächst um rund zehn Prozent zulegen. Eine aktuelle Fraunhofer-Modellrechnung zeigt jedoch die langfristige Dimension: Für einen Drei-Personen-Haushalt könnten die jährlichen Gas-Netzgebühren bis 2045 auf bis zu 4.300 Euro steigen. Das entspräche in etwa dem Zehnfachen des heutigen Niveaus. Treiber ist der geplante Rückzug vieler Kommunen aus der Gasinfrastruktur im Zuge der Wärmewende. Sinkt die Zahl der angeschlossenen Haushalte, verteilen sich Fixkosten auf weniger Netznutzer. Inweiterlesen

Grundsteuer-Reform vorerst bestätigt: BFH weist Musterklagen ab, Verfassungsbeschwerde angekündigt

16. Dezember 2025 Immobilien

Der Bundesfinanzhof hat die seit Jahresbeginn geltende Grundsteuer-Reform des Bundes für rechtmäßig erklärt und Musterklagen aus Köln, Berlin und Sachsen abgewiesen. Damit bleibt das Bundesmodell zunächst anwendbar. Unterstützer der Klagen kündigten jedoch an, den Gang zum Bundesverfassungsgericht zu prüfen. Kritikpunkte betreffen insbesondere die Bewertung über Bodenrichtwerte sowie die pauschale Ansatzmiete bei vermieteten Objekten. In regulierten Märkten kann die angesetzte Miete deutlich über der tatsächlich zulässigen liegen. Für die Verwaltungspraxis bedeutet das erhöhte Prüf- und Erklärungsbedarfe gegenüber Eigentümern. Bereits 2024 hatteweiterlesen

Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern: Bundesregierung kündigt neues Förderprogramm an

2. Dezember 2025 Immobilien

Eine aktuelle Fraunhofer-ISI-Studie zeigt, wie groß der Handlungsdruck ist: Nur 51 Prozent der E-Auto-Nutzenden in Mehrparteienhäusern haben heute eine Lademöglichkeit in erreichbarer Nähe. Gleichzeitig wünschen sich 50 Prozent der Befragten einen Abstand von höchstens 100 Metern zum Ladepunkt. Ladeinfrastruktur in Wohnquartieren gilt damit als Schlüssel, um große Nutzergruppen überhaupt erst für E-Mobilität zu gewinnen. Für Wohnungsunternehmen bleibt die Wirtschaftlichkeit bislang eine zentrale Hürde. Viele Projekte tragen sich erst bei einer höheren Zahl aktiver Nutzer, hinzu kommen steuerliche Unsicherheiten und komplexeweiterlesen

Gebäudetyp E: Eckpunkte sollen Basis für einfacheres und kostengünstigeres Bauen schaffen

2. Dezember 2025 Immobilien

Kern des Konzepts ist ein eigener Gebäudetyp-E-Vertrag. Er soll es Bauherren erlauben, von nicht sicherheitsrelevanten Standards abzuweichen und kosteneffizientere Lösungen einzusetzen. Künftig sollen nur die Schutzziele der Bauordnungen – etwa Statik, Brandschutz und Gesundheitsschutz – zwingend gelten. Darüberhinausgehende Anforderungen können optional vereinbart werden. Abweichungen von anerkannten Regeln der Technik sollen nicht automatisch als Mangel gelten, solange Funktionalität und Gebrauchstauglichkeit sichergestellt sind. Die Eckpunkte sehen außerdem eine stärkere Technologieoffenheit vor. DIN-Normen sollen als private technische Regeln klarer eingeordnet werden. Ergänzend plantweiterlesen

Zu komplex: Großes PV-Potenzial auf Mehrfamilienhäusern weitgehend ungenutzt

2. Dezember 2025 Immobilien

Aktuell sind in Deutschland nur etwa 5.400 Mieterstromanlagen registriert – bei mehr als drei Millionen PV-Anlagen insgesamt. Der Hauptgrund: Die Umsetzung ist komplex. Eigentümergemeinschaften, Vermieter und Mieter verfolgen unterschiedliche Interessen, hinzu kommen anspruchsvolle Messkonzepte und umfangreiche Vorgaben. Die Folge ist, dass selbst geeignete Dachflächen oft ungenutzt bleiben. Technisch bieten Mehrfamilienhäuser ideale Voraussetzungen. Durchschnittliche Dachflächen von knapp 300 Quadratmetern ermöglichen Anlagen zwischen 30 und 100 Kilowattpeak. Der höhere Tagesverbrauch durch anwesende Bewohnende steigert den Eigenverbrauch und macht Speicher oft überflüssig. Richtigweiterlesen

Förderprogramm für energetische Quartierssanierungen startet nach zweijähriger Pause erneut

2. Dezember 2025 Immobilien

Das Programm war 2023 aufgrund haushalterischer Unsicherheiten gestoppt worden und wird nun für 2025 und 2026 jeweils mit 75 Millionen Euro ausgestattet. Gefördert werden bis zu 90 Prozent der Kosten. Antragsberechtigt sind Kommunen, die Zuschüsse jedoch an Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, Stadtwerke oder Wohneigentümergemeinschaften weiterreichen können. Mit der Wiederaufnahme setzt die Bundesregierung ein Signal für mehr Klimaschutz und für die Stärkung ganzheitlicher Sanierungsstrategien im Gebäudebestand. Weitere Infos zum KfW-Programm hier: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/%C3%96ffentliche-Einrichtungen/Energie-Versorgung-und-Netze/Energetische-Stadtsanierung-(432)/?redirect=791872  Mehr News vom VDIV und zur Immobilienverwaltung unter https://www.hausverwaltung-koeln.com/news/ Der Beitrag Förderprogrammweiterlesen

Bauminister drängen auf Kurswechsel bei EU-Vorgaben für bezahlbaren Wohnungsbau

2. Dezember 2025 Immobilien

Nach der Bauministerkonferenz in Würzburg kritisierten mehrere Ressortchefs, dass einzelne EU-Initiativen – darunter die Gebäuderichtlinie EPBD – zu stark auf kostenintensive Dämmung und technische Nachrüstungen setzen. Aus ihrer Sicht sollten Investitionen in erneuerbare Energien stärker priorisiert werden. Für 2026 ist ein Sondertreffen geplant, das sich ausschließlich mit den Auswirkungen europäischer Vorgaben auf das Bauen und den Wohnungsmarkt befassen soll. Zudem fordern die Länder mehr Tempo beim geplanten Gebäudetyp-E-Gesetz. Die Ministerinnen und Minister begrüßen den Vorstoß des Bundes, erwarten aber eineweiterlesen