Immobilien

Geplante Wohngeld-Kürzung sorgt für politischen Streit und kommunale Sorgen

20. Mai 2026 Immobilien

Bundesbauministerin Verena Hubertz steht wegen möglicher Einsparungen beim Wohngeld unter Druck. Nach Berichten soll ihr Ministerium im kommenden Jahr rund eine Milliarde Euro einsparen. Wahrscheinlichster Ansatzpunkt ist das Wohngeld, das derzeit ein Volumen von rund 2,4 Milliarden Euro hat. Politisch ist das heikel. Das Wohngeld war in der vergangenen Legislaturperiode deutlich ausgeweitet worden, um Haushalte mit niedrigen Einkommen angesichts steigender Wohn- und Energiekosten zu entlasten. Die Zahl der Wohngeld-Haushalte hat sich seither deutlich erhöht. Zuletzt erhielten betroffene Haushalte im Durchschnittweiterlesen

Bundestag beschließt Digitalisierung beim Vollzug von Immobilienverträgen

19. Mai 2026 Immobilien

Der Bundestag hat am 7. Mai 2026 das Gesetz zur Digitalisierung des Vollzugs von Immobilienverträgen beschlossen. Ziel ist es, den Austausch von Dokumenten und Daten zwischen Notarinnen und Notaren, Gerichten, Verwaltungsstellen, Gutachterausschüssen und Finanzbehörden stärker zu digitalisieren. Der Vollzug von Immobilienverträgen erfolgt heute in Teilen noch papiergebunden. Gerade die Kommunikation mit Verwaltungsstellen und Behörden verursacht dadurch Medienbrüche, Verzögerungen und zusätzlichen Aufwand. Das Gesetz soll hier schrittweise Abhilfe schaffen. Für den Immobilienmarkt ist das relevant, weil jährlich mehr als eine Millionweiterlesen

Zweckentfremdung: Kurzzeitvermietung bleibt ein Compliance-Risiko

19. Mai 2026 Immobilien

Die Kurzzeitvermietung von Wohnraum über Plattformen wie Airbnb bleibt ein dynamisches Regulierungsthema. Viele Bundesländer und Kommunen setzen auf Zweckentfremdungsverbote, Registrierungsnummern, Genehmigungspflichten und Bußgelder. Die Regelungen unterscheiden sich jedoch erheblich. Hamburg verschärft die Vorgaben weiter. Nach Mitteilung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen vom 6. Mai 2026 sollen Online-Plattformen Daten zu vermittelten Übernachtungen übermitteln. Damit sollen Vermietungstätigkeiten oberhalb der erlaubten acht Wochen pro Jahr besser erkannt werden. Zugleich soll die bisherige Bagatellgrenze entfallen. Bislang konnten bis zu 50 Prozent der eigenenweiterlesen

Immobilienpreise starten mit moderatem Plus ins Jahr 2026

19. Mai 2026 Immobilien

Die Immobilienpreise in Deutschland sind im ersten Quartal 2026 wieder gestiegen. Nach Angaben des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken legte der Immobilienpreisindex gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent zu. Wohnimmobilien verzeichneten mit 2,3 Prozent ein etwas stärkeres Plus als Büroimmobilien mit 1,9 Prozent und Einzelhandelsimmobilien mit 1,5 Prozent. Innerhalb des Wohnsegments stiegen die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen um 2,5 Prozent. Mehrfamilienhäuser verteuerten sich um 2,2 Prozent. Damit setzt sich der moderate Aufwärtstrend fort, der bereits in den Vorquartalen sichtbar war. Auchweiterlesen

Aufstockung im Bestand: Baugrund wird zum Schlüssel für neue Wohnungen

19. Mai 2026 Immobilien

Aufstockungen im Bestand gewinnen für den Wohnungsbau an Bedeutung. Sie nutzen vorhandene Grundstücke, bestehende Infrastruktur und bereits errichtete Gebäude. Damit können zusätzliche Wohnungen entstehen, ohne weitere Flächen zu versiegeln oder Bestandsgebäude vorschnell abzureißen. Gerade angesichts von Wohnraummangel, Klimaschutzanforderungen und knappen Ressourcen wird die Nachverdichtung zu einem strategischen Ansatz. Die Umsetzung ist jedoch technisch anspruchsvoll. Bestandsgebäude wurden oft nach früheren Standards errichtet, Planunterlagen sind nicht immer vollständig vorhanden. Vor einer Aufstockung müssen deshalb Baukörper, Wandstärken, Baustoffe, Tragstruktur, Fundamente und Baugrund sorgfältigweiterlesen

Gebäudereport: Wärmepumpen und Wärmeplanung gewinnen Tempo

19. Mai 2026 Immobilien

Die Wärmewende im Gebäudebestand gewinnt an Dynamik. Das erste Update zum Dena-Gebäudereport 2026 zeigt, dass Eigentümerinnen und Eigentümer stärker auf erneuerbare Wärme setzen und sich damit unabhängiger von Gas- und Ölpreisen machen. Zugleich bleibt der Gebäudesektor bei den Emissionen weiterhin über dem vorgesehenen Zielpfad. Eine Reduktion auf 65 Millionen Tonnen CO₂ bis 2030 wird als möglich beschrieben, setzt aber weitere Fortschritte bei Heizungstausch, Effizienz und Sanierung voraus. Besonders deutlich ist die Entwicklung im Heizungsmarkt. Im Jahr 2025 entfielen 48 Prozentweiterlesen

Baukosten unter Druck: Politik sucht Wege für einfachere Standards

19. Mai 2026 Immobilien

Der Wohnungsbau steht weiter unter massivem Kostendruck. Steigende Preise für Stahl, Beton, Dämmstoffe, Folien und Diesel verteuern Bauprojekte spürbar. Nach Angaben aus der Baupraxis liegen die Baukosten in einzelnen Bereichen bereits drei bis fünf Prozent höher als vor dem Irankrieg. Eine schnelle Entspannung wird nicht erwartet. Bauministerin Verena Hubertz will dieser Entwicklung mit mehreren Maßnahmen begegnen. Im Zentrum steht ein neuer Gebäudetyp E, der einfachere Baustandards ermöglichen soll. Geplant ist ein Vertragsmodell im Bürgerlichen Gesetzbuch, das nicht automatisch auf maximalweiterlesen

Versorgungssicherheit und Gebäudemodernisierungsgesetz: Normenkontrollrat kritisiert Umsetzung

19. Mai 2026 Immobilien

Mit dem Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz soll ein Kapazitätsmarkt geschaffen werden, der ab 2031 gesicherte elektrische Leistung vergütet. Ziel ist es, Stromversorgung auch in Phasen geringer Einspeisung aus Wind und Sonne abzusichern. Dafür sollen neue Anlagen, Bestandsanlagen und weitere Technologien wie steuerbare Lasten an Ausschreibungen teilnehmen können. Der Nationale Normenkontrollrat bewertet den Entwurf kritisch. Besonders beanstandet wird das Verfahren: Die Endfassung wurde dem Gremium am 12. Mai 2026 für eine Kabinettbefassung am 13. Mai 2026 vorgelegt. Aus Sicht des Normenkontrollrats entsprichtweiterlesen

Gebäudemodernisierungsgesetz: VDIV fordert klare Regeln für die Praxis

19. Mai 2026 Immobilien

Der VDIV Deutschland hat zum Referentenentwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes Stellung genommen und deutliche Nachbesserungen angemahnt. Die bis zum 11. Mai 2026 gesetzte Frist von lediglich vier Werktagen sei angesichts der Tragweite des Vorhabens deutlich zu kurz. Der Entwurf betrifft zentrale Fragen von Wärmeversorgung, Gebäudemodernisierung, Solarenergie, Ladeinfrastruktur, Gebäudeautomation, Energieausweisen, Nachweisen, Abrechnung und Kostenverteilung. Der Verband unterstützt das Ziel, Gebäudemodernisierung technologieoffen, rechtssicher und sozial ausgewogen auszugestalten. Zugleich weist er darauf hin, dass Immobilienverwaltungen in der Umsetzung eine zentrale Schnittstellenfunktion übernehmen: zwischen GdWE, vermietendenweiterlesen

Mietrecht reformiert: Keine Deckelung von Indexmieten, neue Regeln für möbliertes Wohnen

5. Mai 2026 Immobilien

Konkret gilt: Steigt der Verbraucherpreisindex um mehr als 3 Prozent, darf die darüberhinausgehende Erhöhung nur zur Hälfte auf die Miete umgelegt werden. Damit weicht die Koalition von der ursprünglich diskutierten starren Kappung ab. Einen Schwerpunkt setzt der Gesetzentwurf auf möbliertes Wohnen. Um Umgehungen der Mietpreisbremse zu verhindern, wird erstmals eine klare Berechnungsgrundlage für Möblierungszuschläge eingeführt. Vermieter können künftig maximal 1 Prozent des Zeitwerts der Möbel pro Monat ansetzen. Alternativ ist eine Pauschale von 10 Prozent der Nettokaltmiete möglich. Wird derweiterlesen