Immobilien

Energieeffizienz wird zum zentralen Preistreiber am Immobilienmarkt

3. Februar 2026 Immobilien

Über alle Baualtersklassen und Regionen hinweg beträgt der durchschnittliche Wertzuwachs infolge energetischer Sanierungen aktuell 23 Prozent, nach 21 Prozent im Jahr 2024. Besonders stark profitieren Altbauten bis Baujahr 1949 – unabhängig davon, ob sie in Städten, im Umland oder im ländlichen Raum liegen. Entscheidend für die Wertentwicklung sind vor allem Maßnahmen an der Gebäudehülle, insbesondere an Fassade, Fenstern und Dach. Der BuVEG sieht darin eine klare Verschiebung der Bewertungsmaßstäbe am Markt. Neben der Lage gewinnt die Energieeffizienz zunehmend an Bedeutungweiterlesen

Bundesverwaltungsgericht verpflichtet Bundesregierung zur Nachbesserung des Klimaschutzprogramms

3. Februar 2026 Immobilien

Das Gericht bestätigte damit die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg. Nach Auffassung der Richter sind die bislang vorgesehenen Maßnahmen nicht prognostisch geeignet, die Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 65 Prozent gegenüber 1990 bis zum Jahr 2030 sicherzustellen. Insbesondere verbleibt nach den Berechnungen eine Emissionslücke von mindestens 200 Millionen Tonnen CO₂. Das Klimaschutzprogramm müsse sicherstellen, dass die gesetzlichen Jahresemissionsmengen in allen Sektoren eingehalten werden. Mit dem Urteil wird der verbindliche Charakter des Bundesklimaschutzgesetzes erneut betont. Das Gesetz verpflichtet die Bundesregierung, konkrete undweiterlesen

BGH stärkt Schutz vor Diskriminierung bei der Wohnungssuche

3. Februar 2026 Immobilien

Ausgangspunkt des Verfahrens war der Fall einer in Deutschland geborenen Lehrerin, die auf Anfragen mit ihrem tatsächlichen Namen wiederholt Absagen erhielt. Erst als sie identische Anfragen unter einem deutsch klingenden Namen stellte, wurden ihr Besichtigungstermine angeboten. Diese sogenannten Testanfragen nutzte sie, um eine systematische Benachteiligung nachzuweisen, und klagte auf Entschädigung. Der BGH urteilte nun abschließend, dass solche Testings ein zulässiges Beweismittel für eine Diskriminierung darstellen. Zudem stellte das Gericht klar, dass auch Immobilienmakler unmittelbar nach dem AGG haften können. Maklerweiterlesen

BGH: Gewinnerzielung durch Untervermietung rechtfertigt Kündigung

3. Februar 2026 Immobilien

Im entschiedenen Fall hatte ein Berliner Mieter seine Zweizimmerwohnung während eines Auslandsaufenthalts untervermietet. Statt der eigenen Nettokaltmiete von 460 Euro verlangte er von zwei Untermietern zusammen monatlich 962 Euro. Die Vermieterin kündigte daraufhin wegen unerlaubter Untervermietung und erhob Räumungsklage. Der BGH bestätigte nun das zuvor ergangene Räumungsurteil des Landgerichts Berlin vom 27. September 2023. Zur Begründung stellte der BGH klar, dass ein Anspruch auf Erlaubnis zur Untervermietung nur besteht, wenn der Mieter ein berechtigtes Interesse hat. Ein solches liege vor,weiterlesen

Gezielte Förderung kann Ladeinfrastruktur-Lücke in Mehrfamilienhäusern schließen

3. Februar 2026 Immobilien

Ohne zusätzliche Maßnahmen drohen auch nach 2030 rund 5,6 Millionen Stellplätze in Mehrfamilienhäusern ohne Vorbereitung für Ladeinfrastruktur zu verbleiben. Nach Einschätzung von T&E übersieht die Bundesregierung bislang Millionen Haushalte, die mangels privater Lademöglichkeit beim Umstieg auf Elektromobilität strukturell benachteiligt sind. Besonders betroffen sind Mieterinnen und Mieter sowie Wohnungseigentümergemeinschaften im Bestand. Der Zeitdruck nimmt zu. Die Novelle der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) muss bis spätestens Mai 2026 in nationales Recht umgesetzt werden. Nach aktuellem Stand plant die Bundesregierung jedoch eine weitgehend unveränderte Übernahmeweiterlesen

Trendwende am Wohnungsmarkt: Das Zeitalter immer größerer Wohnungen geht zu Ende

20. Januar 2026 Immobilien

Die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf hat in Deutschland 2024 einen historischen Höchststand erreicht. Im Jahr 2024 standen rechnerisch rund 49,2 Quadratmeter Wohnfläche je Person zur Verfügung – mehr als doppelt so viel wie Mitte der 1950er-Jahre. Auch die Zahl der Räume pro Person ist kontinuierlich gestiegen und liegt heute bei durchschnittlich 1,7, im selbst genutzten Wohneigentum sogar bei 2,5. Dieser langfristige Aufwärtstrend steht in einem auffälligen Spannungsverhältnis zum zunehmend angespannten Wohnungsmarkt, insbesondere in Großstädten. Der scheinbare Widerspruch erklärt sich ausweiterlesen

21,4 Milliarden Euro aus Emissionshandel

20. Januar 2026 Immobilien

Nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle erzielten der europäische und der nationale Emissionshandel im Jahr 2025 Einnahmen von mehr als 21,4 Milliarden Euro. Damit wurde der bisherige Höchstwert von 18,5 Milliarden Euro aus dem Jahr 2024 deutlich übertroffen. Die Erlöse fließen vollständig in den Klima- und Transformationsfonds, aus dem unter anderem energetische Gebäudesanierungen, der industrielle Umbau zur Klimaneutralität, Wasserstoffprojekte und der Ausbau der Ladeinfrastruktur finanziert werden. Insgesamt haben die Einnahmen aus dem Emissionshandel seit dessen Einführung im Jahr 2008 inzwischen dieweiterlesen

Kommunale Wärmepläne: Warum die Wärmewende vielerorts stockt

20. Januar 2026 Immobilien

Ob Herzensprojekt oder lästige Pflicht – die kommunale Wärmeplanung wird in den Kommunen sehr unterschiedlich gelebt. Klar ist jedoch: Jede Kommune ist gesetzlich verpflichtet, sich mit ihrer künftigen Wärmeversorgung auseinanderzusetzen. In der Praxis trifft diese Mammutaufgabe häufig auf fehlendes Personal, unzureichende Fachkenntnisse und knappe Haushaltsmittel. Eine Umfrage des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende zeigt, dass sich nur eine Minderheit der Kommunen ausreichend gerüstet sieht. Fortschritte sind dennoch erkennbar. Nach Einschätzung von Greenventory-Geschäftsführer Sven Killinger starten viele Kommunen heute nicht mehr bei null.weiterlesen

EU-Kommission legt Aktionsplan für bezahlbaren Wohnraum vor

20. Januar 2026 Immobilien

Kern des Aktionsplans ist eine Überarbeitung der EU-Beihilfevorschriften. Mitgliedstaaten sollen künftig leichter in die Lage versetzt werden, bezahlbaren und sozialen Wohnungsbau finanziell zu unterstützen. Gleichzeitig kündigt die Kommission an, gemeinsam mit nationalen Behörden Vorschriften und Verfahren zu vereinfachen, die das Wohnungsangebot hemmen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Planungs- und Genehmigungsprozessen. Ergänzend ist eine neue Gesetzgebungsinitiative zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen in angespannten Wohnungsmärkten vorgesehen. Auch spekulativen Entwicklungen auf den Immobilienmärkten will die EU entgegenwirken. Finanziell unterlegt wird der Aktionsplan durchweiterlesen

Mehr Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser – Trendwende mit begrenzter Wirkung

20. Januar 2026 Immobilien

Von Januar bis Oktober 2025 wurden in Deutschland laut Statistischem Bundesamt insgesamt 195.400 Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt. Das entspricht einem Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Neben Einfamilienhäusern tragen nun vor allem Mehrfamilienhäuser deutlich zum Aufwärtstrend bei und liefern damit ein wichtiges Signal für den angespannten Wohnungsmarkt. Im Neubau stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern um 13,2 Prozent auf rund 104.000 Einheiten. Auch Einfamilienhäuser verzeichneten einen kräftigen Zuwachs von 16,6 Prozent auf etwa 37.000weiterlesen