Immobilien

Trendwende am Wohnungsmarkt: Das Zeitalter immer größerer Wohnungen geht zu Ende

20. Januar 2026 Immobilien

Die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf hat in Deutschland 2024 einen historischen Höchststand erreicht. Im Jahr 2024 standen rechnerisch rund 49,2 Quadratmeter Wohnfläche je Person zur Verfügung – mehr als doppelt so viel wie Mitte der 1950er-Jahre. Auch die Zahl der Räume pro Person ist kontinuierlich gestiegen und liegt heute bei durchschnittlich 1,7, im selbst genutzten Wohneigentum sogar bei 2,5. Dieser langfristige Aufwärtstrend steht in einem auffälligen Spannungsverhältnis zum zunehmend angespannten Wohnungsmarkt, insbesondere in Großstädten. Der scheinbare Widerspruch erklärt sich ausweiterlesen

21,4 Milliarden Euro aus Emissionshandel

20. Januar 2026 Immobilien

Nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle erzielten der europäische und der nationale Emissionshandel im Jahr 2025 Einnahmen von mehr als 21,4 Milliarden Euro. Damit wurde der bisherige Höchstwert von 18,5 Milliarden Euro aus dem Jahr 2024 deutlich übertroffen. Die Erlöse fließen vollständig in den Klima- und Transformationsfonds, aus dem unter anderem energetische Gebäudesanierungen, der industrielle Umbau zur Klimaneutralität, Wasserstoffprojekte und der Ausbau der Ladeinfrastruktur finanziert werden. Insgesamt haben die Einnahmen aus dem Emissionshandel seit dessen Einführung im Jahr 2008 inzwischen dieweiterlesen

Kommunale Wärmepläne: Warum die Wärmewende vielerorts stockt

20. Januar 2026 Immobilien

Ob Herzensprojekt oder lästige Pflicht – die kommunale Wärmeplanung wird in den Kommunen sehr unterschiedlich gelebt. Klar ist jedoch: Jede Kommune ist gesetzlich verpflichtet, sich mit ihrer künftigen Wärmeversorgung auseinanderzusetzen. In der Praxis trifft diese Mammutaufgabe häufig auf fehlendes Personal, unzureichende Fachkenntnisse und knappe Haushaltsmittel. Eine Umfrage des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende zeigt, dass sich nur eine Minderheit der Kommunen ausreichend gerüstet sieht. Fortschritte sind dennoch erkennbar. Nach Einschätzung von Greenventory-Geschäftsführer Sven Killinger starten viele Kommunen heute nicht mehr bei null.weiterlesen

EU-Kommission legt Aktionsplan für bezahlbaren Wohnraum vor

20. Januar 2026 Immobilien

Kern des Aktionsplans ist eine Überarbeitung der EU-Beihilfevorschriften. Mitgliedstaaten sollen künftig leichter in die Lage versetzt werden, bezahlbaren und sozialen Wohnungsbau finanziell zu unterstützen. Gleichzeitig kündigt die Kommission an, gemeinsam mit nationalen Behörden Vorschriften und Verfahren zu vereinfachen, die das Wohnungsangebot hemmen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Planungs- und Genehmigungsprozessen. Ergänzend ist eine neue Gesetzgebungsinitiative zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen in angespannten Wohnungsmärkten vorgesehen. Auch spekulativen Entwicklungen auf den Immobilienmärkten will die EU entgegenwirken. Finanziell unterlegt wird der Aktionsplan durchweiterlesen

Mehr Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser – Trendwende mit begrenzter Wirkung

20. Januar 2026 Immobilien

Von Januar bis Oktober 2025 wurden in Deutschland laut Statistischem Bundesamt insgesamt 195.400 Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt. Das entspricht einem Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Neben Einfamilienhäusern tragen nun vor allem Mehrfamilienhäuser deutlich zum Aufwärtstrend bei und liefern damit ein wichtiges Signal für den angespannten Wohnungsmarkt. Im Neubau stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern um 13,2 Prozent auf rund 104.000 Einheiten. Auch Einfamilienhäuser verzeichneten einen kräftigen Zuwachs von 16,6 Prozent auf etwa 37.000weiterlesen

Deutschlandfonds: 130 Milliarden Euro sollen private Investitionen mobilisieren

20. Januar 2026 Immobilien

Der Bund bündelt unter der Dachmarke „Deutschlandfonds“ bestehende und neue Förderinstrumente mit dem Ziel, Investitionen in Höhe von insgesamt 130 Milliarden Euro anzustoßen. Der Staat stellt dafür knapp 30 Milliarden Euro in Form von Garantien und Gewährleistungen bereit, ergänzt durch 600 Millionen Euro frisches Haushaltskapital. Mindestens 100 Milliarden Euro sollen aus dem privaten Sektor kommen. Der Fonds ist bei der KfW angesiedelt und wird von deren Vorstandsvorsitzendem Stefan Wintels gesteuert. Adressiert werden drei zentrale Bereiche: Industrie und Mittelstand, Energieversorgungsunternehmen sowieweiterlesen

Wohnraummangel: Mehrheit der Deutschen verliert das Vertrauen in die Wohnungspolitik

20. Januar 2026 Immobilien

Der deutsche Wohnungsmarkt wird von der Bevölkerung mehrheitlich als aus dem Gleichgewicht geraten wahrgenommen. Laut dem „Wohnraummangel-Barometer“ im Auftrag von immowelt sehen 64 Prozent der Befragten einen deutlichen Mangel an Sozialwohnungen, 63 Prozent beklagen fehlenden Wohnraum für Normalverdiener. Gleichzeitig glaubt fast jeder Zweite, dass zu viele hochpreisige Wohnungen entstehen, die am tatsächlichen Bedarf vorbeigehen. Das Bild ist eindeutig: Bezahlbarer Wohnraum fehlt, während teure Neubauten vielerorts dominieren. Die Erwartungen an die Politik sind dabei klar formuliert. Eine große Mehrheit fordert wenigerweiterlesen

Gerichte stärken Anspruch auf Balkonkraftwerke – Vermieter müssen zustimmen

20. Januar 2026 Immobilien

Der Anspruch von Mietern auf die Installation sogenannter Balkonkraftwerke wird durch erste erfolgreiche Klagen konkretisiert. Anfang Januar 2026 teilte die Deutsche Umwelthilfe mit, dass das größte deutsche Wohnungsunternehmen Vonovia nach einer Klage eines Mieters die Installation eines Steckersolargeräts vorbehaltlos genehmigt hat. Bereits im Dezember 2025 hatte zudem das Amtsgericht Hamburg-Wandsbek einem Mieter Recht gegeben, der seinen Vermieter auf Zustimmung verklagt hatte. Im Fall Vonovia ging es um umfangreiche Auflagen, die der Konzern vor der Installation verlangt hatte, darunter Windlastberechnungen, statischeweiterlesen

Geförderte Energieberatung für WEG: Niedrigschwelliger Einstieg in die Sanierungsplanung

20. Januar 2026 Immobilien

Inhaltlich ist das Format bewusst pragmatisch angelegt. Die Beratung erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten: einer vorgelagerten Kurz- bzw. Video-Beratung zur Klärung des Fokus, einem Vor-Ort-Termin mit Konzentration auf bis zu zwei Themenfelder – etwa Gebäudehülle, Heiztechnik, Stromverbrauch, Photovoltaik oder Heizungsersatz – sowie einer Nachbesprechung mit Verwaltung oder Beirat. Optional werden die Ergebnisse in der Eigentümerversammlung vorgestellt. Ziel ist es, Entscheidungsgrundlagen zu schaffen und komplexe technische Fragestellungen für die gemeinschaftliche Willensbildung verständlich aufzubereiten. Wichtig für die Einordnung: Das Beratungsformat ersetztweiterlesen

Heizungsgesetz 2026: In über 80 Städten endet der Neueinbau reiner Gasheizungen

20. Januar 2026 Immobilien

Der 30. Juni 2026 markiert einen entscheidenden Stichtag für Eigentümerinnen und Eigentümer in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Hintergrund ist die gesetzliche Pflicht zur kommunalen Wärmeplanung. Alle betroffenen Kommunen müssen ihre Wärmepläne bis spätestens zu diesem Datum vorlegen. Mit Abschluss der Planung oder spätestens zum Stichtag wird die sogenannte 65-Prozent-Regel verbindlich: Der Neueinbau rein fossil betriebener Gas- oder Ölheizungen ist dann nicht mehr zulässig. Zu den betroffenen Städten zählen alle großen Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt amweiterlesen